Gartenordnung

Gartenordnung Familiengarten Verein Bruderholz

1. Allgemeines

Der Familiengarten-Verein «Bruderholz» Binningen kann nur gedeihen, wenn alle Pächter die nachstehende Gartenordnung und die Verfügungen des Vorstandes einhalten und den Weisungen der zur Aufrechterhaltung bestellten Organe Folge leisten und sich den Gesetzen der allgemeinen Schicklichkeit und Verträglichkeit unterordnen.
Nachfolgend wird der Einfachheit wegen nur von Pächtern gesprochen.
Die Vorschriften richten sich nach den Bestimmungen der Gemeinde Binningen, dem Zonenplan und den kantonalen Vorschriften. In dieser Zone gelten die Vorschriften über Anlage, Bepflanzung und Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel Ausgabe 2015.
Die Bauvorschriften beruhen auf dem Basellandschaftlichen Baugesetz.
Überall dort, wo bei der Interpretation dieser Gartenordnung Unklarheiten auftreten, gilt die neueste gültige Version der Familiengartenordnung der Stadtgärtnerei Basel.

2. Gartenpflege und Bepflanzung

2.1 Obstgehölze

Je Garten von 200 m² Grösse sind höchstens drei kleinkronige Obstbäume mit einer Stammhöhe bis 120 cm zulässig. Das Anpflanzen von Obstbäumen, die grosse Kronen bilden, und einer Stammhöhe von über 120 cm ist verboten. Alle Obstbäume, auch Spalierbäume, dürfen nicht näher als 2 m an die Gartengrenze gesetzt werden. Für Formobstgehölze an Arealwegen gilt ein Abstand von 1 m. Bei begründeten Beschwerden von Gartennachbarn kann der Rückschnitt oder die Beseitigung zu hoch gewachsener oder zu nah an der Grenze stehender Bäume verlangt werden.

2.2. Beerengehölze, Reben, Kletterrosen, Säulenobst


Beim Pflanzen von Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Kiwi, Reben und Kletterrosen ist ein Pflanzabstand von wenigstens 1 m zur Garten- und Arealgrenze einzuhalten.

Pro Parzelle sind 3 Säulenobstbäumchen erlaubt.

2.3 Ziergehölze

Das Pflanzen von Tannen-, Wald- und Nussbäumen, Thuja sowie Wachholder jeglicher Art ist nicht gestattet. Das Pflanzen von einheimischen Zierbüschen mit einer max. Höhe von 1.80 m ist erlaubt, unter dem Vorbehalt allfälliger Anordnungen der zuständigen Kantons- und Gemeindebehörden betreffend des Pflanzenschutzes. Beeinträchtigen Gehölze den Nachbarsgarten durch Schatten, so kann der Rückschnitt der betreffenden Pflanzen angeordnet werden. Alle Arten von Ziergehölzen (inkl. Heckenpflanzen) innerhalb eines Gartens dürfen nicht höher wachsen als ihr Pflanzabstand zur Grenze (Masslinie = Mitte Pflanzenfuss bis Grenzlinie). Lebhäge entlang der Parzellengrenzen sind nicht erlaubt.

2.4 Pflanzenschutz und Schädlingsregulierung

Die Anwendung chemischer Unkrautvertilgungsmittel (Herbizide) ist untersagt.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist auf ein Minimum zu beschränken. Bei Bedarf sind ausschliesslich natürliche und Nützlings schonende Produkte einzusetzen.

Der Pächter ist zur Eindämmung von Massenschädlingen (z.B. San-José-Schildlaus, Kartoffelkäfer) und Bekämpfung von Epidemie artigen Pflanzenkrankheiten (z.B. Monilia, Kraut-+ und Braunfäule an Tomaten) verpflichtet. Das Auftreten von Feuerbrand ist sofort dem Gartenobmann zu melden.

2.5 Wege

Die Arealwege sind von den Pächtern der angrenzenden Gärten bis zur Mitte des Arealweges immer sauber und unkrautfrei zu halten.

2.6 Kompost

Die Gartenabfälle sind vorzugsweise zu kompostieren. Ein sorgfältig zubereiteter Kompost garantiert die Dauerfruchtbarkeit und Gesundheit des Gartens.
Komposte sind auf der aktiven Bodenschicht anzulegen. Aus Rücksicht auf die Nachbarn ist ein genügender Abstand zu deren Gartenhäuschen und Sitzplatz einzuhalten.
Der Mindestgrenzabstand beträgt 50 cm. Bei Fragen und Problemen mit dem Kompost hilft der Kompostberater/in des Vereins gerne weiter.

2.7 Düngung

Zuviel Dünger bringt nicht mehr Ertrag, sondern gefährdet den Boden, das Trinkwasser und den Menschen selbst. Es dürfen nur Kompost, pflanzliche Hilfsstoffe und organische Düngemittel in der vom Hersteller empfohlenen Dosierung verwendet werden.
Das Ausbringen von Stallmist ist auf 1-2 Schaufeln pro Quadratmeter begrenzt.

2.8. Grill / Backofen und Feuer

Das Verbrennen von jeglichen Abfällen, Kunststoffen, beschichtetem und imprägniertem Holz, Kehricht usw. ist verboten. Grill und Ofen dürfen nicht zum Verbrennen von irgendwelchen Abfällen verwendet werden. Bei Zuwiderhandlung ist die Feuerstelle zu entfernen.

Feuern ist nur im Grill, gemauerten Backöfen und Feuerschalen erlaubt. Es darf nur unbehandeltes, trockenes Brennholz oder Holzkohle verwendet werden.

2.9. Ruhezeiten und Feiertage
Laut Polizeireglement der Gemeinde Binningen gelten:

-Lärmige Haus- und Gartenarbeiten, wie z.B. Rasenmähen, Hämmern, Fräsen, Benützen

von Hochdruckreinigern, Häckslern, den Boden fräsen, Generatoren etc. ist an

Werktagen von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr gestattet.

Samstagen von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr gestattet.

Der Betrieb von motorgetriebenen Geräten ist an Sonn- und allgem. Feiertagen verboten.
Alle Pächter sind gehalten auf die Nachbarschaft und Drittpersonen Rücksicht zu nehmen.

2.10. Tiere / Haustiere


Das Halten von Kleintieren (Kaninchen, Hühner, Vögel) ist nicht erlaubt.

In den Gärten dürfen auch keine Hunde und Katzen gehalten werden.
Die Fütterung von streuenden Katzen ist verboten.

Hunde die ins Areal mitgebracht werden, sind während des Aufenthalts (auch auf der eigenen Parzelle) an die Leine zu nehmen. Die allgemeinen Pflichten eines Hundehalters gelten auch im Gartenareal.

2.11 Fahrzeugverkehr
Im ganzen Areal gilt ein allgemeines Fahrverbot. (auch Mofas und Velos)

Zulässig sind jedoch Zu- und Abfuhren für schwere Lasten. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall direkt an den Gartenobmann.

3. Bauten und Einrichtungen

3.0. Baubewilligungen

Um Fehldispositionen zu vermeiden, ist der Gartenpächter verpflichtet, vor Beginn aller Baumassnahmen ein schriftliches Baugesuch mit Plänen im Massstab 1:50 dem Vorstand einzureichen.

Der Gartenvorstand ist zuständig für kleinere garteninterne Bauvorhaben (Anbauten, Vordächer, Pergola, Werkzeugschränke etc.)

Planen Sie Neubauten, Ersatz eines baufälligen Häuschens, Einbau von Fenstern etc. muss ein amtliches Baugesuch beim Bauinspektorat BL in Liestal eingereicht werden.

Dieses Gesuch muss vorgängig dem Vorstand zur Vorprüfung eingereicht werden. Alle Kosten für die Baubewilligung gehen zu Lasten des Pächters.

Nur schriftliche bewilligte Bauvorhaben dürfen ausgeführt werden.

Bauarbeiten die nicht der Baubewilligung entsprechen oder ohne Baubewilligung erstellt wurden, werden nicht akzeptiert. Solche Bauten müssen unverzügliche entfernt oder angepasst werden.


Bestehende Bauten, die beim Inkrafttreten dieser Bauvorschriften nicht vollumfänglich den neuen Vorschriften entsprechen, müssen an die vorliegenden Bauvorschriften angepasst werden.

Bei behördlichen Beanstandungen (Gemeinde/ Kant. Baupolizei)

Bei vorgesehenen baulichen Veränderungen, spätestens jedoch bei einem Pächterwechsel

3.1 Gartenhaus

Pro Gartenparzelle ist nur ein Gartenhaus zulässig und ist an der hinteren Parzellengrenze zu platzieren. Die minimalen Grenzabstände betragen:


Zur Areal-Aussengrenze: 2.00 m

Zur Parzellengrenze des Nachbaren 1.00 m

Zulässig sind nur Sattel- oder Pultdächer.

3.2 Grösse des Gartenhauses

Die maximale Grundfläche darf 10 m² nicht übersteigen.

Chalethaus

Länge: 3.50 m

Breite: 2.50 m (= 8.75m²)

Höhe: 2.50 m (Firsthöhe)

Dachvorsprung: 60 cm (auf allen Seiten)

Vordach-Anbau: Ziffer 10.2

Chalethaus mit integriertem Vorbau:

Länge: 3.00 m

Breite: 2.50 m (=7.50 m²)

Höhe: 2.50 m (Firsthöhe)

Dachvorsprung: 60 cm (auf allen Seiten)

Vordach: Zusatzdach ist nicht gestattet

Pultdachhaus

Länge: 3.50 m

Breite: 2.50 m (= 8.75 m²)

Höhe: 2.50 m (Firsthöhe)

Dachvorsprung: Hausvorderwand 1.00 m, übrige drei Seiten 60 cm

Traufseite: an der hinteren, schmalen Gartenseite

Vorbau-Anbau: Ziffer 10.2

Sind seitliche Abstützungen am vorderen Dachüberstand notwendig, müssen diese als Schrägstreben ausgebildet und an der Hausvorderwand verankert werden.

3.2.1 Vordach (Pergola)

Pro Garten ist ein direkt ans Gartenhaus angebautes Vordach mit oder ohne Bedachung erlaubt. Dies ist vorne oder an der Seite anzubringen und höchstens auf zwei Seiten mit einer Wind- und Wetterverkleidungen versehen werden. Die Konstruktion muss statisch und ästhetisch einwandfrei ausgeführt sein.

Die Grundfläche des Vordachs darf folgende Masse nicht überschreiten (gemessen von der Hauswand bis zur Aussenkante der Stützpfosten).

Höhe: 2.30 m

Gesamtfläche 10.00 m²

3.2.2 Material

Als Baustoff für den Aufbau des Hauses ist Holz zu verwenden. Der Anstrich soll mit umweltverträglichen Imprägnierungsmitteln oder Farbstoffen erfolgen. Für die Bedachung sind Ziegel, asbestfreies Welleternit, Bitumenwellplatten und Dachpappe zugelassen.

Das Fundament für das Gartenhaus darf betoniert werden.

3.2.3 Keller

Unterkellerungen aus festem Material (Beton) bis zur maximalen Grundfläche des Häuschens sind zulässig. Äussere Kellerabgänge sind erlaubt.

Das Aushubmaterial muss ordnungsgemäss entsorgt und abgeführt werden.

Bei Auflösung der Gartenpacht werden Kellerbauten nicht in die amtliche Schätzung einbezogen und es besteht keinerlei Anspruch auf eine Vergütung.

3.2.4 Innenausstattung / Wasseranschluss im Gartenhaus

Die innere Einteilung des Hauses ist jedem Pächter freigestellt.

Wird eine Gasofenheizung oder eine Kochgelegenheit eingerichtet haftet der Pächter für die Betriebssicherheit von Ofen und Kochgelegenheit. Holzöfen und Holzbacköfen unterliegen der amtlichen Feuerungskontrolle der Gemeinde Binningen.

Für Wasseranschlüsse, nach dem Absperrhahn im Wasserschacht (runder Betonschacht in der vorderen Rabatte), haftet vollumfänglich der Pächter.

3.2.5 Anstrich


Als Anstrich sind Imprägnierungsmittel, Farben und Lasuren zu verwenden.

3.2.6 Heizungen im Gartenhaus

Erlaubt sind:

Mobile Gasheizungen

Holzheizungen mit Kamin (Diese Heizungen unterstehen der amtlichen Feuerungskontrolle)

3.2.7 Sonnenstoren (Markisen)

Sind erlauft nach Absprache mit dem Vorstand.

3.2.8 Werkzeugschrank

An der Aussenseite der Hausrückwand darf ein Werkzeugschrank aus neuem oder neuwertigem Holz angefügt werden. Der Farbton ist der Hausfassade anzupassen. In Gärten, wo die Gartenhäuser direkt hintereinanderstehen, kann der Schrank auch seitliche montiert werden.

Die zulässigen Höchstmasse sind:

Breite: 1.50 m

Tiefe: 0.45 m

Höhe: bis unter den Dachvorsprung

3.2.9 Gerätetruhe

Die Truhe ist direkt an das Gartenhaus anzubauen und muss aus neuwertigem Holz angefertigt werden.

Die zulässigen Höchstmasse sind:

Länge: 2.00 m

Breite: 0.80 m

Höhe: 0.80 m ab Terrain

Oder

Länge: 3.50 m

Breite: 0.60 m

Höhe: 0.50 m ab Terrain

Die in Baumärkten angebotenen Gerätetruhen aus Kunststoff werden bewilligt wenn sie die Höchstmasse nicht überschreiten.

4.0 Sonstige Einrichtungen

4.1 Treibhäuser / Gewächshäuser

Gewächshäuser massiver Bauart sind nicht erlaubt.

Es sind nur die im Handel erhältlichen Treibhäuser / Gewächshäuser provisorischer Bauart zugelassen.

Höchstmasse:

Länge: 3.50 m

Breite: 1.50 m

Höhe: 2.20 m

Grenzabstand: 1.00 m

Die Metallrahmen dürfen über den Winter stehen gelassen werden. Ab März bis spätestens Mitte November sind Abdeckfolien gestattet. Über die Winterzeit sind die Abdeckfolien zu entfernen. Schadhafte Folien sind jeweils zu ersetzen.

Ausnahme

Provisorische Treibhäuser / Gewächshäuser, die nicht im Fachhandel gekauft wurden, können toleriert werden, wenn sie aus neuwertigem Material fachmännisch und ästhetisch einwandfrei aufgebaut sind. Die Höchstmasse müssen eingehalten werden.

Sonstige Eigenbauten sind nicht zugelassen.

4.2 Zelte und Pavillons

Zelte, Partyzelte und Pavillons sind im Gartenareal grundsätzlich nicht erlaubt. Sie können jedoch ausnahmsweise für Gartenfeste höchstens während 3 Tagen aufgestellt werden.

4.3 Sichtschutzelemente

Sichtschutzelemente sind aus neuwertigem Material (z.B. Holzflechtzaun) zu errichten.

Höchstmasse:

Länge: 5.00 m

Höhe: 1.80 m

Grenzabstand: 1.00 m

Alte, hässlich aussehende Elemente müssen entfernt oder ersetzt werden.

Verboten sind:

Plexiglas, Altholz, Spanplatten und Blech.

4.4 Wasser

Für die Bewässerung der Kulturen wird dringend empfohlen, Regenwasser zu sammeln und zu verwenden.

Die Verwendung von Rasensprengern und das Verlegen von Bewässerungsschläuchen ist verboten. Rasensprenger dürfen temporär bei Neuansaaten eingesetzt werden.

Für Wasseranschlüsse, nach dem Absperrhahn im Wasserschacht (runder Betonschacht in der vorderen Rabatte), haftet vollumfänglich der Pächter. (Art. 3.2.4)

4.5 Sitzplätze / Wege

Sitzplätze und Wege dürfen nicht betoniert werden. Gartenplatten, Verbindsteine oder Kies sind zu bevorzugen.

4.6 Gartengrill und Backofen

Pro Gartenparzelle ist das Aufstellen erlaubt von:

Gartengrill/Cheminée Grundfläche: 1.00 m²

Back-/Pizzaofen Grundfläche: 1.50 m²

Höhe: max. 2.20 ab Terrain (inkl. Rauchabzug)

Grenzabstand: 1.00 m

4.7 Geschirrwascheinrichtungen

Geschirrwacheinrichtungen sind bewilligungspflichtig.

4.8 Elektrogeräte und Generatoren

Generatoren dürfen zum Betrieb elektrischer Geräte zur Arbeitserleichterung, nicht aber für die Stromerzeugung zum Kochen, Heizen, Kühlen, Beleuchtung usw. verwendet werden.

Es gelten die Ruhezeiten nach Artikel 2.9

4.9 Solaranlagen

Die Montage und der Betrieb von Solaranlagen ist unter den folgenden Bedingungen erlaubt.

Die Gesamtfläche ist auf 2.00 m² begrenzt. Die Solaranlage ist möglichst unauffällig auf dem Gartenhausdach zu befestigen. Die Gesamtleistung ist auf 240 Watt, die maximale Betriebsspannung beträgt 24 Volt DC. Wechselrichter sind nicht erlaubt.

Für die Sicherheit und den Betrieb ist jeder Pächter in vollem Umfang verantwortlich und bei evtl. Schäden haftbar.

Solaranlagen werden nicht in die amtliche Schätzung mit einbezogen.

4.10 Antennen

Die Montage von Richt- und Aussenantennen für Funk und Fernsehen ist nicht gestattet.

Gartenordnung genehmigt an der 56. Generalversammlung Familiengarten Verein Bruderholz vom 10. Februar 2017

Garten Kalender 2018

August 2018
MoDiMiDoFrSaSo
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6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
       
September 2018
MoDiMiDoFrSaSo
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
       
Oktober 2018
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031    
       

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Zeltabbau | Reinigungen

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